Seitenblicke - ein Podcast vom Kleintheater Luzern für mehr inklusive Perspektiven

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Transkript

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00:00:04: In der heutigen Folge habe ich erneut das Vergnügen mich mit Jan Graf, unserem Inklusionsbeauftragten auszutauschen und zwar zum Thema Leben und Arbeiten mit Assistenz.

00:00:34: Hallo Jan!

00:00:35: Ist es eher Leben oder Arbeiten mit Assistenz, der Titel dieser Folge?

00:00:40: Es ist so allumfassend.

00:00:45: Man kann nicht sagen alles und nichts, sondern das ist einfach alles!

00:00:49: Ich lebe mit Assistenten aber ich arbeite auch mit Assistanten.

00:00:54: Das ist wirklich allumfaßend.

00:00:57: Genau dazu möchten wir heute zusammen sprechen und anhand deiner Erfahrungen Den Berufsstand der Assistenz ein bisschen besser kennenlernen.

00:01:07: Vorab, wie lange bist du denn jetzt mit Assistenzen unterwegs?

00:01:12: Und wie kam es überhaupt dazu, dass du dich dafür entschieden hast?

00:01:17: Also den Assistenzzeltrag, der E-Fall gibt das glaube ich jetzt schon zwölf Jahre und ich habe ihn jetzt einen Jahr und einen Monat.

00:01:27: also ich hab jetzt gerade jähriges gehabt Und für mich hat das so angefangen mit dieser Frage, ob ich jetzt Assistenz haben will oder nicht.

00:01:39: Mit der Komplexität meiner Arbeit und meiner Marke Jan-Graf wo ich immer mehr Jobs angenommen habe und auch vielmehr mich als Marke etabliert habe, hab' ich einfach gemerkt Ich kann und will auch und allein ich kann den Gebt, damit die Gesellschaft wie immer wieder zurückspiegelt, ob es jetzt bei uns im Kleinteater ist oder auch für mich sonst.

00:02:07: Ich brauche einfach wenn ich es selber mache meine Arbeiten, brauche ich einfach extrem viel Zeit die ich nicht mehr so habe.

00:02:15: und dann hab' ich mich in Gesprächen mit anderen dazu entschieden mich abzuklären Bescheid, auch auszufüllen und dann zu schauen wie viele Stunden nicht bekommen.

00:02:33: Noch

00:02:33: ein bisschen zurück.

00:02:34: vielleicht gab es ich frage nachher gerne noch zum Prozess Wie man überhaupt dazu kommt?

00:02:39: Assistenzstunden gutgesprochen Zubekommen gab es denn?

00:02:43: du sagtest Es war ein bisschen eine Entwicklung von mehr Arbeit die auf dich zukam Mehr Verantwortung weniger Zeit.

00:02:51: gab es irgendwie einen Schlüsselmoment Ein Moment wo du gedacht hast Wie geht es jetzt wirklich nicht

00:02:57: mehr?

00:02:57: Ich habe enorme Energiereserven.

00:03:00: Da bin ich manchmal über mich selbst überrascht, wie viel ich mir manchmal auch zumuten.

00:03:06: Dann habe ich gemerkt, wenn jemand auf Mails für mich warten muss oder wenn ich die schreibe ... Ich habe für einen Mail manchmal forty-fünf Minuten und wenn es dann drei Mails sind, bin ich dann fast in einem ganzen Nachmittag mit etwas beschäftigt, Gegeistig vielleicht für zehn Minuten habe.

00:03:31: Es ist wie ein Schneeball, es ist immer mehr dazugekommen.

00:03:35: aber ich möchte noch einen Schritt vorn anfangen die auseinandersetzen Hilfe anzunehmen was für

00:03:42: mich ...

00:03:43: Schwierig, weil ich wollte nicht hilfsbedürftig wirken.

00:03:47: Ich wollte immer alles wuppern und für mich war es Hilfe anzunehmen Und das ist ja auch irgendwo.

00:03:53: Assistenz War für mich dann schon so ein Prozess.

00:03:58: von meinem internalisierten Ableismus wo ich mich immer selber gepusht habe Das geht schon, bis ich mich wie ein Vönigsfass selbst verbrannt habe kam das dann einfach dazu eben mit dem Engagement beim Kleinteater, wo Leute auf mich gewartet haben.

00:04:20: Weil ich Deadlines vielleicht nicht einhalten konnte oder so, wo dann diesen Prozess der Hilfe anzunehmen beschleunigt

00:04:31: hat.

00:04:32: Wie würdest du denn jetzt aus der Erfahrung die Du gemacht hast anderen Menschen mit Behinderung?

00:04:38: Was würdest Du ihnen mitgeben wie Sie diesen Prozess für sich vielleicht machen könnten oder wie sie auch merken können, dass sie an einem Punkt sind wo es nicht mehr um Hilfe annehmen geht sondern um Arbeitsentlastung.

00:04:57: enormes Potenzial, weil ich habe erst jetzt gemerkt, dass ich Assistenz habe.

00:05:02: Wie viel eigentlich noch mehr leisten könnte und viele Projekte auch anstoßen kann?

00:05:10: Weil es viel auch um Strukturen geht.

00:05:15: also wie schreibt man eine Mail oder wie macht man das?

00:05:19: und so... gar nicht so darum geht ob ich jetzt das kann oder nicht, sondern es muss einfach gemacht werden.

00:05:27: Ich kann das jetzt viel mehr outsourcen und kann mich um strategisches oder philosophisches oder auch entscheidungsfreudiger zeigen weil ich den ganzen strukturellen Ballast gar nicht mehr so habe.

00:05:45: auch enorm für das Teamgefüge und auch für die Diskussionen mit dir oder mit Shannon extrem befreiend gewirken, weil ich habe früher wenn ihr mir Arbeit gegeben habt hab ich mich schon überlegt wie mache ich das?

00:06:03: Wie mache ich dies?

00:06:04: Wie mach ich jenes?

00:06:05: Und jetzt kann ich einfach sagen okay Am Donnerstag haben wir Team-Sitzung, am Freitag schaue ich meinen Assistenten und arbeite das ab.

00:06:14: Und dann ist es wie weg.

00:06:16: oder ich kann dann nächste Woche beim Schritt drei anfangen wo ich vor dem Schritt eins eine ganze Woche mitbeschafft habe.

00:06:26: also hat allen geholfen.

00:06:28: Das ganze System entlastet

00:06:30: nicht nur dich persönlich als Person sondern auch deine ganzen Arbeitssysteme in denen du dich aufhältst.

00:06:37: Noch zum Prozess, du hast es kurz angedeutet.

00:06:41: Es geht um einen Antrag und eine Abklärung.

00:06:45: Wie genau gestaltet sich dieser Prozess bis man dann Assistenzstunden zugesagt bekommt?

00:06:51: Man macht eine Menschfühlt deine Formular aus und dann wird man bei der EV Und dann kommt jemand vorbei und man hat mit einem ein Gespräch.

00:07:07: Und dann wird mit einem... Was

00:07:09: geht das in diesem Gespräch?

00:07:13: Was kann ich, wo brauche ich Hilfe bei was genau brauche.

00:07:18: Welchen Zeit umfasst es?

00:07:21: also Zeitmanagement und dann wird wirklich mit einer Frage bogen dass so ausgefüllt dann ist man vielleicht auf Stufe Null da braucht man gar keine Hilfe.

00:07:34: Vier Stufen und bei vier Stufen, ich weiss nicht, kommt man irgendwie zwanzig Minuten rüber.

00:07:40: Behaftet mich nicht auf dem, aber das wird dann so vom Punkt zu Punkt zusammengezählt wie viele Minuten diese Strichliste gibt.

00:07:50: Und dann bekommt man ein Jahres-Total.

00:07:54: Das wird pro Monat aufgerechnet.

00:07:56: Dann bekommt man eine Zeitguthaben wo man Leute suchen kann um diese Stunden abzuarbeiten.

00:08:07: Dieses Zeitguthaben stellen wir jetzt vor, wenn man das erste Mal einen solchen Antragsprozess durchläuft und davor das ganze Leben ohne Assistenz gelebt hat wie kommt man auf eine realistische Einschätzung dessen was man wirklich vielleicht an Stunden bräuchte oder haben möchte?

00:08:26: Also

00:08:26: ich muss ja schon ehrlich mit mir selbst sein.

00:08:29: nur weil ich keine Assistenzen Vorher hatte ich trotzdem meine Mutter, meine Schwester und das engere Umfeld, die mir viel geholfen hat.

00:08:39: Ich konnte mich früher nicht einstehen, dass ich Hilfe brauche aber ich hatte eigentlich immer Hilfe!

00:08:48: Und dann musste ich schon ganz ehrlich sein dort habe ich Hilfe und das wäre noch gut.

00:08:56: und eben ich kann etwa ausrechnen wie lange ich für eine... E-Mail haben und so.

00:09:04: Und dann haben wir das schon sehr gut hingekriegt.

00:09:08: Und wird das jetzt jährlich oder in einem gewissen Abstand evaluiert?

00:09:14: Wenn du merkst, dass du mehr Potenzialunfolg hast.

00:09:18: Vielleicht auch mehr Assistenzstunden, die du bräuchtest.

00:09:21: Wird das irgendwie evaluiert im gewissen Rhythmus?

00:09:24: Also wenn ich merken würde, dass sich mehr Stunden bräucht, dann würde ich wieder wie ich angefangen habe zu Prokupzentalschweiz gehen und dann würde man für eine Revision machen erklären, wo ich jetzt mehr Stunden brauche.

00:09:43: Und das ist dann schon ... Die Eifahrt kommt auch da nicht behaupten alle fünf Jahre.

00:09:52: Können Sie das besser?

00:09:53: Können sie es schlechter, um eine Evaluation zu machen?

00:09:57: Das ist doch wenig ein dynamischer Prozess.

00:10:00: Ich

00:10:01: nehme es an!

00:10:04: Wenn du auf dein Einjahr ... Im Assistenzsystem zurückfliegst, was ist ein absolutes Highlight?

00:10:14: Probieren wir nur eines zu nennen.

00:10:19: Das Arbeitsschritte wirklich erleichtert wird.

00:10:23: Also ich kann wirklich sagen... Ich kann mir auch Philosophisch tätig sein.

00:10:32: Ich habe viel mehr Ideen, ich kann viel mehr visionieren.

00:10:38: Vorher war ich mit Alltagstress so zu geschissen, dass ich gar nicht mehr aus dem rausgekommen bin, sondern ich war immer im Hamsterrat.

00:10:49: Das ist sicher viel besser geworden!

00:10:52: Und an was beisst du immer noch ein bisschen Raum auch nach dem Jahr in dem du jetzt Anpassungen gemacht hast?

00:11:00: Was findest du immer noch schwierig?

00:11:02: Man ist der Arbeitgeber.

00:11:04: Man stellt die Leute an, man macht Arbeitspläne mehr.

00:11:08: Man zahlt Löhne und man ist immer im Austausch mit Leuten.

00:11:14: Sie kommen auch zu einem nach Hause gewissen und das immer jemand um sich zu haben oder auch um ... Das Leben kriegt ja bei mir manchmal rein, aber dann auch bei den Assistentinnen.

00:11:28: Das ist da manchmal schon mal auch schwierig.

00:11:30: und

00:11:30: um

00:11:31: in diesen Kontext zurückzugehen... Ich hatte jetzt enormes Glück mit dir und Janine!

00:11:38: Aber ich habe dann schon gemerkt, wo ich dann so gekommen bin und gesagt habe, dass ich jetzt jemand aus meinem Team für das Kleinteater anstellen möchte.

00:11:51: gewisse Sachen unterstützt, kam dann schon auch die Frage von euch.

00:11:56: Wie geht das?

00:11:57: Weil sie sich nicht über uns angestellt hat und da merke ich schon, dass wünschte ich mir, wenn ich jetzt das wünschen durfte, dass da die IV wie auch auf die Arbeitgeber in den Zug käme und sagen würde hey, das hilft dem Menschen mit Behinderung.

00:12:19: Ich habe einfach das Gefühl, so wie es jetzt läuft, dass der Mensch mit Behinderung Assistenz bei der Arbeit bräuchte oder wäre gut.

00:12:30: Aber er musste dann wie verhandeln für den Arbeitgeber, dass er das braucht aber auch ... Vielleicht die Regeln, dass keine Freunde kommen.

00:12:44: Also irgendwie bin ich immer im Klinsch gewesen am Anfang.

00:12:48: Deshalb ein großes Dankeschön dir und Janine!

00:12:52: Es ist ein großer Aushandlungsprozess, vielleicht kommen wir danach noch darauf zurück wie du auch vorbereitet wurdest Arbeitgeber zu sein.

00:12:59: Wir als Arbeitgebern im Kleinteater wurden gar nicht darauf vorbereitet was das heißt...

00:13:05: Also ich musste in Dialog mit euch gehen?

00:13:07: ...jemandem

00:13:07: im Team zu beschäftigen der mit Assistenzpersonen auch arbeiten.

00:13:13: Das stellten sich Fragen von Vertraulichkeiten, müssen wir seitens Kleinteater auch noch Verträge schließen mit diesen Assistenzpersonen.

00:13:23: Weil ja doch irgendwie Betriebswissen rausgeht an Personen die nicht uns direkt unterstellt sind.

00:13:31: also es war tatsächlich für uns eine gewisse Findung Phase wo ich mich nur anschließen kann, dass ich mich jetzt als Arbeitgeberin glaube auch etwas sicherer gefühlt hätte begleitet zu werden und zwar nicht nur durch dich als direkt betroffene Person sondern auch durch die IV oder durch andere Verbände wie ProCup.

00:13:53: Oder wer auch immer sich dann zuständig fühlen würde.

00:13:57: da ich merke bei uns war jetzt die Offenheit sowieso Da, wenn die nicht da ist kann ich mir vorstellen wird es sehr schwierig einerseits für das Arbeitssystem aber auch für die Person die eigentlich gerne mit dem Assistenzsetting arbeiten möchte und das für unmöglich dann wieder sehr vieles.

00:14:14: Da kann ich also bestätigen sehe ich auch eine große Lücke Zurück zu dir in die Rolle als Arbeitgeber.

00:14:22: Wie hast du da hineingefunden?

00:14:25: Hast du dich begleitet gefühlt oder hast du einfach Learning by doing gemacht?

00:14:29: Es ist immer noch Work-in-Progress, also all these things... Stellen zu vergeben und Menschen in einem Leben reinzulassen.

00:14:40: Und dass ich dann immer die leicht kollegial, aber ich bin dann trotzdem auch beigegeben ist manchmal schon echt schwierig.

00:14:48: alles was Versicherungstechnisch und Lohn war hat mich brokab super mit Vorlagen um so unterstützt wie ich jetzt ein Team führe Problematiken kommen könnten.

00:15:06: Das war mir schon auch nicht bewusst und das ist viel, viel... Es ist Entlastung aber es ist viel auch im Hinterkopf.

00:15:15: wie geht's der Assistentin heute?

00:15:17: Wie gehts dem?

00:15:19: was macht ihr?

00:15:20: was kann ich jetzt so?

00:15:21: also den Stress hat es ein bisschen verlagert Aber Arbeit geben was das bedeutet das muss ich oder darf ich immer noch lernen.

00:15:33: Was hatte ich am meisten überrascht auf was warst du gar nicht vorbereitet?

00:15:39: dass man auch Leitblanken setzen muss, also dass man jetzt auch im sozialen und das ist ein sozialer und unkollegaler Rahmen als guter Arbeitgeber auch gewisse Regeln wie einführen muss.

00:15:53: Und sich an denen festhalten muss, dass es am Team gut geht aber auch einem selber gut geht.

00:16:01: Was für Regeln sprichst du da?

00:16:05: Ja, gewissen.

00:16:08: Wie rechnet man Stunden ab?

00:16:11: Wie fest ist es, dass man komm' mit?

00:16:14: Wie stark gebe ich auch nach, wenn ich jetzt merke, jemand sagt ihm, ich komme um diese Zeit, aber es kommt ihm eineinhalb Stunden zu spät.

00:16:27: oder sagt er, ich habe familiäre Probleme, auch ab und zu hart zu sein.

00:16:35: Ich verstehe das, aber du bist bei mir auch angesteckt.

00:16:38: Und ich brauche dich jetzt oder so und dort die Flexibilität und auch die mentale Flexibilitäten zu haben.

00:16:47: Auch dort durchzuziehen und auch mal die Leine weitzulassen.

00:16:52: Das ist immer noch ein Austest.

00:16:57: Und dein persönliches Assistensteam, wie hat sich das entwickelt?

00:17:02: Wie bist du gestartet und was planst du jetzt fürs nächste Jahr wieder aufzustellen?

00:17:08: Ich habe gestartet mit zwei Assistentinnen.

00:17:12: Hab dann aber auch gemerkt dass ich eigentlich mehr Leute brauche die Personen vergeben, sondern dass ich Einsatzpläne mache, wo ich Arbeitenstunden vergeben.

00:17:32: Also dass ich sage hey hast du Zeit in dieser Woche für zwei Stunden Mail zu schreiben oder über einen Monat gesehen und dann nicht der Person jeden Monat diese zwei Stunden geben, sondern sie können sich selber die Stunden wie zusammenstellen, weil ich habe einfach gemerkt wenn ich jemanden und so habe ich gestartet mit zwanzig Stunden im Monat gegeben.

00:17:58: Und dann kickt das Leben rein!

00:18:01: Und dann kommt vielleicht nächster Monat kann sie nur fünf Stunden machen, aber trotzdem ein Defizit von fünfzehn.

00:18:09: Und so sind die Leute auch nicht mehr so verpflichtet das zu machen sondern können sich vielleicht auch mal einen Monat sagen Ich kann jetzt gerade nicht, ich mache dann aber im nächsten Monat vielleicht... ...fünfundzwanzig oder so.

00:18:26: Und das versuche ich jetzt, ob ich in einem Jahr von dieser Idee immer noch so begeistert bin!

00:18:33: Das weiss ich nicht, aber ich versuch's jetzt mal ins andere Extrem, dass sich probieren, das Team ein bisschen zu fluten.

00:18:40: Dass ich einfach weiß, egal wer kommt es wird das gemacht wo ich brauche und nicht mehr so an Menschen und auch an Abhängigkeiten.

00:18:52: Jetzt mal schauen, ob das aufgeht!

00:18:56: Wie bereitest du dich darauf vor den Überblick zu behalten?

00:19:01: Weil ich stelle mir jetzt einfach vor, wenn vier bis fünf Personen mein Mailfach bedienen würden... Stellt es dir vor, dass du den Überblick behest oder auch irgendwie sicherstest, dass da eine Qualität durchzieht mit der du in Verbindung gebracht werden möchtest?

00:19:20: Also wenn man für mich mails schreibt, schaue ich ja den Textentwurf nochmal an und dann schau ich schon ob jetzt der Stil zu den anderen Stilen passt oder gebe noch meine Note drin.

00:19:35: Es verlässt eigentlich nichts!

00:19:38: den Tisch, ohne dass ich noch mal darüber weggeschaut habe.

00:19:43: Ist das... Ich frage auch das Interesse wenn im Assistenzsetting gearbeitet wird?

00:19:48: Wird da auch markiert, dass etwas durch eine Assistenze gemacht oder geschrieben wurde, wenn es nicht direkt sichtbar ist?

00:19:55: Man hat die große Diskussion jetzt mit künstlicher Intelligenz.

00:19:58: wie ist das in der Assistenzzetting?

00:19:59: Ist das eine Diskussion?

00:20:01: Nein momentan noch nicht!

00:20:04: Ich habe jetzt mit einer Assistentin mein Social Media Auftritt, das heisst als Team Rotschopf.

00:20:10: Dort wird es kommuniziert, dass wir die Texte, die wir gemeinsam schreiben, auch gemeinsam schreiben.

00:20:17: Also dass ich nicht für Sie schreibe und sie auch nicht für mich, sondern wie zusammen.

00:20:22: Aber sonst schaue ich immer, diktiere ich eigentlich die Texten um, schau sie miteinander und markieren sie nicht ob sie von mir kommen.

00:20:34: Und das war jetzt auch noch nie die Frage, aber werden noch spannend, wenn sich das durchziehen würde, ob ich da einen Vermerk machen muss?

00:20:45: Genau!

00:20:45: Ich frage einfach...

00:20:48: Das ist immer auch den Pein, aber auch das Spannende.

00:20:52: Ich lerne jeden Monat Neues.

00:20:57: Was würdest du dir denn aus der Erfahrung, die du bereits gemacht hast, wünschen für den allgemeinen Berufsstand der Assistenz, weil es ist festzuhalten.

00:21:07: Es sind Verträge, die man mit Personen eingeht.

00:21:13: Wie nimmst du wahr, dass dieser Job gelebt oder anerkannt wird?

00:21:19: Ich wünschte mir ... der Stundenloh noch ein bisschen höher wäre.

00:21:26: Wo

00:21:26: liegt er denn jetzt?

00:21:27: Jetzt liegt er bei achtundzwanzig Franken in der Stunde Brutto.

00:21:31: Und nur bei dir oder ist das schweizweit geregelt?

00:21:36: Bei mir... Ich mache das immer so, dass ich eigentlich den E-Verrechnen kann.

00:21:43: Und die Differenz mache ich dann so, wo ich zahle der Assistentin, Frank Bruto aus, und dann zahe ich mit der Difference die A-V Beiträge im Quartal.

00:21:58: Wenn es dann Ende Jahre üblich bleibt, gehen wir Weihnachtsessen machen oder so, und ich zahl die Spesen, die anfallen ... Je nach Pflegeaufwand sind die Ansätze ein bisschen

00:22:12: höher.

00:22:12: Also der lohnt sicher.

00:22:13: ein Thema, was ist das noch, dass du dir wünschen würdest für das Berufsfeldassistenz?

00:22:19: Ich wünschte mir, dass auf der Assistent-Innenseite Nicht nur ich mache etwas Gutes, sondern auch sich wirklich überlegt wie ich gehe da eine Verpflichtung ein und nicht nach zwei drei Monaten sagen.

00:22:37: Eigentlich ist es mehr ein Hobby oder jetzt kommt der Arbeitgeber und das... Ich kann das nicht aus Arbeit anschauen.

00:22:49: Da wünsche ich mir ein bisschen ... Nicht so, ah!

00:22:52: Das tut noch spannend.

00:22:53: und wie fangen wir an?

00:22:55: Dass man da auch sagt hey, ich gehe eine Verpflichtung ein und ich versuche es auch

00:23:01: zu

00:23:01: umsetzen.

00:23:02: Das wünschte ich mir etwas.

00:23:04: Dass es nicht einfach als Juxtapolerei oder als sozialem Gewissen was gemacht wird.

00:23:10: Also jetzt sehe ich das.

00:23:12: Wenn man Verpflichtungen oder Abmachung geht.

00:23:16: Natürlich müssen die nicht in Stein gemeißen sein, aber ich möchte nicht jede Woche über Abmachtungen zu diskutieren sondern da auch eine gewisse Kontinuität

00:23:28: und auch eine Planung sicherheit natürlich für deinen Arbeits- oder privaten Alltag.

00:23:35: wir sind schon wieder am Schluss dieser Folge.

00:23:41: Beschließen wird das Gespräch, in dem ein Begriff aus unserem ohne Tabu-Spiel gezogen wird.

00:23:48: Aus der Toolbox alle Inklusive.

00:23:51: Ich ziehe hier verdeckt einen Begriff für dich ja und zudem du bitte etwas sagst.

00:23:58: er ist zufälligerweise extrem passend nämlich habe ich den Begriff Gemeinschaft gezogen.

00:24:04: Ja, Gemeinschaft ist auch für mich immer das was Inklusion eigentlich auch aussagt.

00:24:12: Also in einer Gemeinschaft über Strukturen nachzudenken miteinander zu diskutieren und vielleicht Bedürfnisse von gegenüber in der Gemeinsschaft analysieren und diskutieren Leitplanken aufstellen, was für jemand geht und was für irgendjemand nicht geht.

00:24:33: Und so eigentlich auch wieder eine neue Struktur schaffen, dass die Gemeinschaft dann auch ein gemeinschaftliches Leben ausführen kann.

00:24:43: Das geht nur über die Gemeindschaft und den Zuhören und auch miteinander reden!

00:24:50: Ich bedanke mich ganz herzlich für diese heutige, zwanzigminütige Gemeinschaft mit dir und das interessante Gespräch.

00:24:56: Die Einblicke aus deinem Alltag die du uns hier mitgegeben hast und ich freue mich noch den Hinweis machen zu dürfen dass wir im Mai, einen erneuten Live-Podcast hier bei uns haben.

00:25:11: Nämlich am siebenundzwanzigsten Mai mit Anja Glover ist es möglich wieder im kleinen Theater live vor Ort mit dabei zu sein während wir den Podcastseitenblicke aufnehmen.

00:25:22: Wir freuen uns sehr über viele anwesende und viele neue Zuhörerinnen.

00:25:27: Ja, und was ich noch sagen kann.

00:25:29: Vorher findet ein Netzwerk ab Pro Stadt vielleicht.

00:25:32: man kann sich über das Info-Mail noch anmelden es gibt noch Plätze und dort tauscht man sich aus und auch schon zum Thema.

00:25:40: dann mit Anja Globen wird man so eingeleitet.

00:25:43: Ich freue mich auf euch!

00:25:45: Bis bald.

Über diesen Podcast

Mehr als ein Seitenblick wagen für Inklusion und für eine inklusivere Gesellschaft. Einmal im Monat geben uns abwechselnd Fabienne und Janine vom Kleintheater Luzern einen Einblick in die Organisation eines Kulturbetriebs, der sich der Inklusion verschrieben hat. Wir sprechen mit Jahn Graf, unserem Inklusionsbeauftragten am Kleintheater und weiteren Expert*innen über die Frage, wie die Organisation eines inklusiveren Kulturbetriebs gelingen kann und wo wir in Bezug auf die Gestaltung einer inklusiveren Gesellschaft stehen.

Bei Fragen und Inputs: kontakt@kleintheater.ch
Mehr Infos: www.kleintheater.ch

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